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"Mama!"
 
"Komm in meinen Garten. Ich hätte gern, dass meine Rosen dich sehen...!"   (Richard Brinsley Sheridan)
 
Ich wurde leider nie geboren
und ein Grab das hab ich nicht ...
Hab meine Mutter viel zu früh verloren
und mein Gesicht, ja das kennt sie nicht ...
Ich spürte niemals frisches Wasser.
Hunger und vieles mehr blieb mir erspart.
Ich wär so gern einmal gelaufen
durch duftend, frisches, grünes Gras. ...
Auch Vögel hätte ich gern gesehen und gehört
... dumm gelaufen ...
 
Ich wurd im Mutterleib zerstört.
 
Dein Herz das hörte ich schon schlagen,
ich war dir Mama ja so nah.
Dein Blut lief warm durch meine Adern.
Ich wuchs und wir beide wurden gerade ein Paar!
Wir waren eins. Ein neues Wunder wurde wahr ...
Doch dann kam sie; die dunkle Hand.
Ich spüre heut noch unsre Angst.
Ich konnte mich ja nicht wehren,
sie stach mein Leben aus ...
Und ich kam tot aus dir heraus ...
 
Ich seh Millionen Kinderhände.
Sie klagen an und rufen leis:
"Macht diesem Morden doch ein Ende
und reicht dem Leben eure Hände!"
Ich seh ein tiefes Meer von Kindertränen.
Sie wurden nie geweint und gingen doch verloren.
Ich seh einen Mann voll Blut und Wunden.
Für unsere Schuld gekrönt mit einem Kranz aus Dornen
 
In einem blauen Müllsack auf Krankenschein entsorgt vielleicht ein neuer Albert Schweitzer?
Mein Rauch stieg leis
in einem Klinikschornstein zum Himmel auf.
Millionen Ungeborener gehn so drauf!
Mama, mein Seelenvogel flog direkt in den Himmel!
Hier bin ich in einer guten Hand ...
Da werden wir uns endlich sehen.
In einem Land dessen Liebe man nicht verstand.
Mama, ich hab dir längst vergeben,
und ich freu mich so auf dich!
Ja, ich bin hier im ewigen Leben,
von dem du denkst: "Das gibts doch nicht!"
Und wenn du willst geh zu einem Priester
und sprich die Sache offen aus.
Und glaube fest an meinen "großen Bruder"!
Bei dem bin ich seit meinem "Stichtag" zuhaus!
ER der Schuld vergibt, nur weil er Menschen liebt,
dem stach man auch das Leben aus ...
 
Ich seh Millionen Kinderhände.
Sie klagen an und rufen leis:
"Macht diesem Morden doch ein Ende
und reicht dem Leben eure Hände!"
Ich seh ein tiefes Meer von Tränen.
Sie wurden nie geweint und gingen doch verloren.
Ich seh den Mann voll Blut und Wunden.
Für unsere Schuld gekrönt mit einem Kranz aus Dornen
 
Ich habe hier soviele Freunde,
Millionen Kinder nie geboren,
Mama ich bin hier wirklich nicht allein.
Hier sind soviele, denen es ging wie mir:
ungewollt und abgelehnt, abgetrieben, abgeschrieben
und doch erwählt!
Kein Ziel verfehlt, mit dem Tod gerungen
ein ganzes Leben übersprungen.
Direkt hinein in eine gute Hand.
Nichts ist aus es geht hier weiter.
Hinterm Horizont in einem neuen Land!
 
Gebt dem Leben eure Hände
und macht mit dem Abtreiben endlich Schluß und ENDE!
Wollt ihr noch ein Meer mit Tränen füllen?
Es wurde doch genug geweint.
Ich seh Millionen Kinderhände.
Sie klagen an und rufen leis:
"Macht diesem Morden doch ein Ende
und reicht dem Leben eure Hände!"
 
Sie sagen zwar ich sei nur ein "kleiner Blubb!"
Und solche blöden Sprüche wie:
"Mein Bauch der gehört mir!"
Ja und meiner?
Vielleicht war ich ein süßer Bub?
Ach so und grüß bitte auch von mir meinen Papa!
 
"Komm doch in meinen Garten.
Ich hätte gern, dass meine Rosen dich sehen...!"
 
Text und Musik:
Erwin P. Hilbert aus seiner CD: "GEGENZEIT!"